Stipendien im Bildungsunternehmen Dr. Jordan vergeben

Um besonders engagierte Schüler für ihre Zielstrebigkeit zu belohnen, finanziert das Bildungsunternehmen Dr. Jordan den Jahrgangsbesten aus Berufsfachschulen, Fachoberschulen und beruflichen Gymnasien seit etlichen Jahren ein Stipendium. Damit kann eine weiterführende Schulform am Bildungsunternehmen kostenlos besucht werden. Am Montag wurden gleich acht Stipendien an junge Menschen vergeben, denen weder Corona noch Onlineunterricht die Motivation nehmen konnten.

In den Genuss des Stipendiums des Fördervereins Netzwerk Schulen kommen Schüler mit der Abschlussnote 2 oder besser. Neben einer Bewerbung fürs Stipendium und der Abschlussnote entscheiden Empfehlungen der Lehrer beziehungweise Dozenten der jeweiligen Schule über die Auswahl, neben der Notenleistung wird dabei das Engagement bewertet. Aus insgesamt 108 Bewerbungen wurden so acht Stipendien, die am Montag im Bildungsunternehmen vergeben wurden. Für die IHK Fulda als Maßnahmenträger des Projekts Netzwerk Schulen waren die Projektleiterinnen Martina Sohmen-Kött und Ines Kromp anwesend, ebenso Hauptgeschäftsführer Michael Konow. Die Organisation der Stipendienvergabe obliegt ebenso dem IHK-Team.

"Wir vergeben die Stipendien schon seit etlichen Jahren, die Besonderheit in diesem Jahr war sicherlich die Corona-Situation: Im zweiten Halbjahr, ab Mitte März, konnten wir komplett auf Onlineunterricht umstellen. Das hat sehr gut geklappt, ob über Microsoft Teams oder die jeweilige Schulcloud. Es stand die Frage im Raum, ob wir in dieser Zeit weiter gefördert werden. Das Projekt Netzwerk Schulen wird zu 50 Prozent von der Agentur für Arbeit gefördert, die restlichen 50 Prozent müssen über Stadt, Landkreis und Förderer gestemmt werden. Die Stipendien selbst werden komplett übers Bildungsunternehmen finanziert", erklärt Schuldirektor Peter Vater. Auch bei Arbeitgebern herrsche großes Interesse an den zielstrebigen Stipendiaten, so Vater. Obwohl Praktika teilweise und die erlebnispädagogischen Tage sowie Exkursionen wegen Corona ganz ausgefallen sind, haben die acht jungen Menschen ein strammes Programm zusätzlich zum normalen Lehrplan durchlaufen: Betriebsbesichtigungen, Gespräche mit Azubibotschaftern von regionalen Unternehmen sowie Infotage an beruflichen Schulen sollen den Horizont erweitern und Einblicke geben.

"Diese Jugendlichen wollen etwas erreichen, das bedeutet zusätzlichen Unterricht und zusätzliche Motivation. Gerade angesichts der Vollbremsung durch Corona ist das Beharrungsvermögen bewundernswert. Darauf können auch Ihre Eltern stolz sein", freut sich Monika Jordan vom Vorstand des Bildungsunternehmens. 37 Stipendien im Gesamtwert von 172.000 Euro sind inzwischen vergeben worden. Gespräche mit ehemaligen Stipendiaten zeigten, dass die aufgebrachte Zielstrebigkeit und Motivation auch beim Berufseinstieg positiv auffalle.