Neuer Schulalltag: Mundschutz und Desinfektionsmittel für die Schüler

27.04.20 - Schulstart am Montagmorgen am Bildungsunternehmen Dr. Jordan: Es ist kurz vor 8 Uhr, als die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen im Unterrichtsgebäude erscheinen. „Geht erstmal nach rechts“, ruft eine Lehrerin den Jugendlichen zu. Am Boden zeigen Pfeile den Weg.

An der ersten Station, die angelaufen werden muss, stehen kleine Fläschchen mit Desinfektionsmittel bereit. Jeder der Anwesenden darf sich eines nehmen. „Ihr müsst euch erst die Hände desinfizieren, bevor ihr zu mir kommt“, ruft die Dame am Eingang. Die Schüler befolgen der Anweisung. Als nächstes werden Einmalmasken verteilt. „Die setzt du auf und nimmst sie erst wieder ab, wenn du im Klassenzimmer auf deinem Platz sitzt.“

Bestens ausgestattet, nehmen die Jugendlichen die Treppe zu den oberen Stockwerken. Hier werden die Schülerinnen und Schüler auf die Räume aufgeteilt, sodass in keinem der Zimmer zu viele Menschen sind. Auch im Bildungsunternehmen Dr. Jordan wird darauf geachtet, dass die Tische und Stühle genügend Abstand zueinander haben.

Im Gang macht sich Peter Vater, Direktor des Bildungsunternehmens, selbst ein Bild vom Geschehen. Dass die Schüler viel Lernstoff in den vergangenen Wochen verpasst haben, kann er nicht bestätigen. „Bei uns ist das nicht der Fall. Wir haben in der gesamten Zeit, in der die Schule geschlossen war, trotzdem weiter Unterricht gemacht.“ Auch Inhaber Dr. Lothar Jordan kann das bestätigen. „Andere Schulen verschicken vielleicht nur ein paar Arbeitsblätter via Outlook, wir setzen auf E-Learning.“ Konkret habe man täglich über 400 Schüler über Microsoft Teams erreicht, gemeinsam über die Plattform Lerninhalte vermittelt. „Ein paar wenige mussten wir morgens zum Unterrichtsbeginn am Computer vorab mit dem Telefon wecken“, erzählt Vater schmunzelnd.

Obwohl alles wunderbar funktioniert habe, freue man sich nun in der Lehrerschaft darauf, endlich wieder Unterricht im Klassenzimmer halten zu können. „Wir haben auch bei uns fünf Lehrer, die zur Risikogruppe gehören“, erklärt Dr. Jordan. „Ihnen war freigestellt, ob sie jetzt wieder an den Arbeitsplatz kommen oder nicht.“ Vier von ihnen, meint er, hätten sich schon zum Dienst zurückgemeldet. „Einfach, weil es uns allen Freude bereitet, Schülern Wissen zu vermitteln.“ Und mit den getroffenen Schutzmaßnahmen, sagt er, sei man bestimmt auch ziemlich sicher.